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Dagur Sigurdsson

Geboren 1973 in Reykjavik, Island, ist Dagur Sigurdsson in einer sportlichen Familie aufgewachsen. Als Fußballer schaffte er es bis in die isländische U17-Auswahl, widmete sich letztendlich doch dem Handball, und erlebte eine sehr erfolgreiche Karriere als Weltklassehandballer: 215 Länderspiele für die isländische Nationalmannschaft, WM-Fünfter 1997 und EM-Vierter 2002.

Sigurdsson gewann als Spieler fünfmal die isländische Meisterschaft, nahm erfolgreich an diversen Europa- und Weltmeisterschaften sowie den Olympischen Spielen 2004 teil. Schon während seiner aktiven Karriere übernimmt er als Spielertrainer bei Wakunaga Hiroshima und A1 Bregenz Verantwortung. Von 2008 bis 2010 fungierte Sigurdsson als Coach für die österreichische Handball-Nationalmannschaft, die er bei der Heim-EM 2010 auf einen hervorragenden neunten Platz führte. Ab Sommer 2009 trainierte er zudem die Füchse Berlin, die er zu einem Top-Team in der DKB Handball-Bundesliga formte. Seine größten Erfolge als Trainer der Füchse Berlin waren der Gewinn des DHB-Pokals 2014 und des EHF Europa Pokals 2015.

Im August 2014 trat Dagur Sigurdsson seine bisher größte Herausforderung an und wurde Trainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft. In dieser Funktion schreibt Sigurdsson seitdem eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. 2014 übernahm er eine Mannschaft, die tief in einer sportlichen Krise steckte und gerade die WM Qualifikation verpasst hatte. Der deutsche Handball war am Boden. Doch aus einer jungen und unerfahrenen Mannschaft formte der Isländer in nur 18 Monaten ein Team, in dem Jeder für Jeden einsteht und alle zusammen von unbändigem Willen getrieben sind, gewinnen zu wollen. Mit Siegeswillen, Moral und einzigartigem Teamgeist machten sie das Unmögliche möglich: als Underdog gewann die junge deutsche Mannschaft den Europameistertitel in Polen 2016.

Für seine herausragenden sportlichen Erfolge wurde Dagur Sigurdsson mehrfach ausgezeichnet: Im April 2016 ist Dagur Sigurdsson zum „Welttrainer des Jahres“ gewählt worden. In Österreich wurde er zudem dreimal „Legionär des Jahres“, in Deutschland „Trainer der Saison 2011“. Nach dem EM-Sieg 2016 ehrte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Mannschaft von Bundestrainer Sigurdsson in Berlin für ihr EM-Gold. Neben dem unglaublichen Willen des Teams lobte Merkel vor allem Sigurdsson, der mit seiner besonderen Art die Spieler zu motivieren Entscheidendes bewirkt hat.

Neben seiner erfolgreichen Karriere als Handballprofi und Trainer ist Sigurdsson erfolgreicher Entrepreneur und Gründer. Als Unternehmer ist er vor allem durch die Mitgründung und den Betrieb des erfolgreichen isländischen Kex Hostels in Reykjavik bekannt. Weiterhin unternehmerisch aktiv ist er in den Bereichen Gastronomie, Autoindustrie und IT.